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Elec-Trohn - Das Album

Elektro-Rap. Das hört man in den letzten Wochen immer öfter. Die beiden Berliner, FlowOne & Reatsch, gehen mit “Elec-Trohn” noch einen Schritt weiter. Wer meint, sich mit deutschsprachiger Musik auszukennen, wird sagen, dass es dieses Album gar nicht geben darf, da es Grenzen nicht nur überschreitet, sondern diese ad absurdum führt. Bei der fast 8 monatigen Produktionszeit entstand ein Album, dass nicht nur das übliche Rap-HipHop Genre bedienen sollte. “Elec-Trohn” wirkt vielmehr durch die synthetischen Elektrosounds, gepaart mit den einhergehenden Melodien, vom Produzenten QingMaras, wie etwas anderes, wenn nicht sogar wie “endlich gute Rap Musik”. Die Veredelung findet ihren Höhepunkt in gekonnten Punchlines. Ob auf dem fast Main Song anmutenden “Krieg der Welten” oder durch den Beweis mit “Machet Anders”, dass ein guter Track sich nicht dem 16-Zeilen Schema beugen muss und vor allem keine Hook benötigt. Dementgegen klingt “Sexy” wie ein chartüblicher Pop Song, der sich den Mainstream Mitteln der Generation: “Ich lad mir'n Realton auf's Handy, feier laut im Bus und auf MTV mein'n neuen Lieblingssong”, bedient. Waren die beiden Protagonisten auf “R.E.F.-Attentat” noch die Raper aus der Hauptstadt, wirken sie hier wie DIE Musikanten vom anderen Stern. Wer im Shuttle mit runtergelassenen Scheiben und Atemmaske “Weltraumcruiser” pumpt, wird mit aller Wahrscheinlichkeit von hübsch anzusehenden Marsianerinnen angehechelt und von althergebrachten Rappern vom Planeten HIP-HOP nur neidisch beeugt.Auf Gastauftritte wurde bewusst verzichtet.Nach dem ersten Kolabo-Album von Reatsch & FlowOne “R.E.F.-Attentat”, bei dem QingMaras auch schon die Fäden der Produktion in der Hand hielt, ist die neue Scheibe nicht nur für ihr Label “GuideLines music” ein großer Schritt, sondern taucht den gesamten Rest der Nation in bunte Klangfarben. Dieses Brett von Album sucht in Sachen Vielfallt und Entertainment seinesgleichen.Wie dem auch sei: So ein Album gibt’s kein zweites Mal!